Bildungsgeld
„Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ – so oder ähnlich wird allzu oft das niedrige Einkommen von Studierenden schöngeredet. Egal ob das Geld von Eltern, BAföG und/oder Nebenjobs kommt - die meisten Studentinnen und Studenten leben ebenso wie Auszubildende und Schülerinnen und Schüler unter der Armutsgrenze von 763 € im Monat. Und dann noch Studiengebühren? Das ist ein Skandal!
Das BAföG wird nur einem Teil der Antragsteller in einem mehr als bürokratischen Verfahren gewährt und ist dennoch zu niedrig. Wer es nicht bekommt, hat die Qual der Wahl, sich zwischen der Abhängigkeit vom Geld der Eltern und Nebenjobs zu entscheiden – oder wie so oft für beides. Wir haben etwas gegen die ungerechte Bildungsfinanzierung und zu wenig Geld für gute Bildung.
Wir wollen mit Euch öffentlich machen, wie es um die tatsächliche Einkommenssituation von Studierenden an sächsischen Hochschulen steht. Welche alltäglichen Ungerechtigkeiten erfährst Du, wenn es um BAföG, Geld von den Eltern oder Nebenjobs geht? Wie viel Geld brauchst Du zum Leben und wie viel bekommst Du? Wie steht es um dein Bildungsgeld? SAG ES UNS!
Für eine faire Bildungsfinanzierung!
Wir wollen das in vielerlei Hinsicht bürokratische und ungerechte BAföG mittelfristig durch das Bildungsgeld nach skandinavischem Vorbild ablösen. Diese Bildungsgrundsicherung soll für alle Bildungsteilnehmer eine elternunabhängige und existenzsichernde Unterhaltsfinanzierung gewährleisten - egal ob für Abitur oder Ausbildung, Studium, zweiten Bildungsweg oder Weiterbildung. Das Bildungsgeld soll armutsfest sein und während unterschiedlicher Bildungsphasen innerhalb einer frei einteilbaren Lebensbildungszeit zur Verfügung stehen. Für die Erstausbildung innerhalb der ersten fünf Jahre soll das Bildungsgeld als reiner Zuschuss gewährt werden. Danach wird das Bildungsgeld zu einem steigenden Anteil als Darlehen finanziert. Über das Grundsicherungsniveau hinausgehende Unterhaltsfinanzierungen werden grundsätzlich als Darlehen gewährt.
Zur Gegenfinanzierung des Bildungsgeldes können bisherige Unterhaltsfinanzierungsinstrumente von Kindergeld und BAföG über das Auszubildendenentgelt bis zu diversen Leistungen des Arbeitsamtes herangezogen werden. Die Vorteile des Bildungsgelds liegen auf der Hand: die Wahl des Bildungsweges kann ausschließlich dem Bildungsinteresse folgen, die Bildungsgrundsicherung ist elternunabhängig und sie ermöglicht weitere Bildungsphasen innerhalb des lebenslangen Lernens.
Studieren statt kassieren

GRÜNE Ideen für eine gerechte und intelligente Bildungsfinanzierung
Download:
Parlamentarische Initiativen
Antrag "...Bildungsfinanzierung grundlegend umbauen"
Stellungnahme der Staatsregierung zum Antrag




