Standards für faire Praktika
Für viele Akademiker und Akademikerinnen gestaltet sich der Einstieg in das Berufsleben immer schwieriger. Um Lücken im Lebenslauf zu vermeiden wird häufig auf ein weiteres Praktikum nach dem Hochschulabschluss als Sprungbrett in den Beruf gesetzt. Als Folge ergeben sich allzu oft prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Die Realität zeigt immer mehr junge Menschen in einem un- oder unterbezahlten Praktikum sowie in einem Praktikum mit zu langer Verweildauer. Reguläre Vollzeitstellen werden nicht selten durch postgraduelle Praktika ersetzen. Damit steigt nicht nur die Dauer im Ausbildungssystem, sondern auch die Lebensplanungsunsicherheit der Hochschulabsolventen und Hochschulabsolventinnen.
Wir GRÜNEN wollen faire Praktikabedingungen! Für die Berufsorientierung im Studium ist eine Praktikumlaufzeit von vier Monate völlig ausreichend. Zudem sollen die entstehenden Aufwendungen während des Praktikums mit mindestens 250,- Euro vergütet werden!
Prinzipiell sollen Praktika für Berufseinsteiger und Berufseinsteigerinnen mit Hochschulabschluss Ausnahme bleiben. Demzufolge fordern wir, Praktika für Hochschulabsolventen und Hochschulabsolventinnen als Traineeprogramme mit einer entsprechenden Vergütung zu gestalten.
Mit dem unabhängigen Gütesiegel „Faires Praktikum“ wird für die Einhaltung dieser Mindeststandards gesorgt!
GRÜNE INITIATIVEN
Antrag "Initiative des Freistaates Sachsen für faire Praktika" (Drs. 4/8182)
Unterrichtung der Staatsregierung zur Umsetzung des Antrags
Rede von Dr. Karl-Heinz Gerstenberg zum Thema.
WEITERFÜHRENDE LINKS
Fairwork - Interessenvertretung von PraktikantInnen
Generation Prekär - Europäische Seite der Generation Praktikum
Students-at-work DGB zum Thema



