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Zukunft Hochschule

Wie sieht die Zukunft der sächsischen Hochschulen aus? Die Chancen einer wissensbasierten Gesellschaft und die Probleme der demographischen Entwicklung sind entscheidende Herausforderungen der sächsischen Wissenschaftspolitik.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN verstehen die Entwicklung zu einer wissensbasierten Gesellschaft zugleich als individuelle Chance für mehr Selbstbestimmung, als Grundlage für andere Formen gesellschaftlicher Organisation und als Aussicht auf neue ökonomische und ökologische Perspektiven. Die Chance und Verpflichtung einer wissensbasierten Gesellschaft liegt dabei darin, die individuelle Reflexion eigener Lebenschancen, Lebensstile und ihrer individuellen wie gesellschaftlichen Gestaltung nicht nur einer schmalen intellektuellen Elite, sondern potentiell allen Mitgliedern der Gesellschaft zu ermöglichen. Die Einbeziehung breiter Schichten in den gesellschaftlichen und politischen Diskurs eröffnet so die Möglichkeit, demokratische Beteiligung jenseits der klassischen Muster neu zu denken. Der Wandel hin zu wissensbasierten Ökonomien schließt darüber hinaus neue Optionen ressourcenschonenden Wirtschaftens jenseits der klassischen Wirtschaftsimperative ein. Grund genug, dass Sachsen den Weg in die Wissensgesellschaft entschiedener als bisher verfolgt.

Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung können die sächsischen Hochschulen zum Zuwanderungsmotor werden. Schon jetzt sind die großen sächsischen Hochschulstädte urbane Zentren, die junge Studierende aus Deutschland und aller Welt anziehen. Mit den ab 2010 zurückgehenden Abiturientenzahlen in Sachsen sind die Hochschulen und Hochschulstädte mehr denn je auf auswärtige Studierende angewiesen. Darüber hinaus werden die Internationalität und Weltoffenheit einer der wichtigsten Voraussetzungen für innovative und lebendige Gesellschaften. Hochschulen spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, dass Sachsen Zuwanderung und Multikulturalität als Chance begreifen kann.

Hochschulentwicklungsplanung 2020 – Ihre Meinung ist gefragt!

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag hat einen Alternativen Hochschulentwicklungsplan zur weiteren Entwicklung der sächsischen Hochschulen bis 2020 vorgelegt. Sie reagiert damit auf den Entwurf der Staatsregierung, der im Mai bekannt wurde.
Die Hochschulentwicklungsplanung bietet die große Chance, die sächsischen Hochschulen bis 2020 fit für eine zukunftsfähige Entwicklung zu machen.

Wir wollen Ihre Meinung zum Hochschulentwicklungsplan der Staatsregierung und zum Gegenentwurf, dem Alternativen Hochschulentwicklungsplan wissen. Ihre Kritik, Anregungen und Hinweise wollen wir in die weitere Diskussion einbringen. 

» Entwurf Sächsische Hochschulentwicklungsplanung (PDF)

» Alternativer Hochschulentwicklungsplan 2020 (GRÜNES Positionspapier, Stand: Juni 2011)

» Stellungnahme der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften zum Alternativen Hochschulentwicklungsplan der Landtagsfraktion der Grünen (PDF)

» Sächsische Hochschulentwicklungsplanung 2020 - Alternativen aus Sicht der Landesstudierendenvertretung (PDF)

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Birgit Wehner, 20. Oktober 2011:
Hallo,
ich bin eine sogenannte wissenschftliche Mitarbeiterin auf befristeter Stelle an einem Leibniz-Institut. Meine Promotion war im Juni 2000 und seitdem werde ich über Jahres- oder maximal Zweijahresverträge angestellt. Damit kann ich in gewisser Weise leben, weil ich es im Prinzip selbst in der Hand habe für mich Geld einzuwerben. In schlechten Zeiten bekommt man dann allerdings auch schon mal ein paar Bauchschmerzen.
Ich wollte hier noch einen Vorschlag einbringen, der bei uns am Institut gewachsen ist und auch schon praktiziert sind. Feste Stellen sind eine tolle Sache, nur leider gibt es zu wenig davon und leider gibt es auch genug Beispiele für fest angestellte Mitarbeiter, die nicht wirklich produktiv sind. Ich und viele meiner Kollegen finden daher, dass auch feste Stellen regelmässig evaluiert werden sollten und im Zweifel die Leute auch zurückgestuft o.ä. werden könnten. Was wir hier praktizieren ist die folgende Variante: Wenn mal eine Planstelle frei wird, wird, wird sie mit 2 Wissenschaftlern zu je 50% besetzt. Diese Mitarbeiter haben dann eine gewisse Sicherheit und können sich über Anträge die fehlenden 50% beschaffen. Das schafft genug Anreiz für weitere Produktivität und doppelt soviele Leute wie vorher können einen halbwegs abgesicherten Vertrag bekommen. Trotzdem wäre es natürlich schön, wenn die Anzahl der Planstellen erhöht werden könnte. Ich bleibe gern in der Wissenschaft, möchte aber nicht unbedingt habilitieren und auch keine Professur. Ich hoffe, das gelingt mir noch eine Weile.

Viele Grüsse und viel Erfolg!

Birgit Wehner
###FUSSZEILE###
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